*
top_trinkwv
Menu
PrinterFriendly
Druckoptimierte Version

Trinkwasserbeprobung

Die Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001) wurde in der letzten Zeit mehrfach (2011 und 2012) novelliert. Neben niedrigeren Werten für die Schwermetallbelastung von Trinkwasser (z. B. Blei) wurde auch eine Überprüfungspflicht von Warmwasseranlagen auf Legionellen vorgeschrieben.  Betroffen sind alle "Großanlagen" (vgl. hierzu DVGW W551), in denen mindestens eins der nachfolgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Warmwasserspeicher mit einem Volumen > 400 l
  • > 3 l Wasservolumen in jeder Rohrleitung vom Abgang des Trinkwassererwärmers bis zur Zapfstelle

Ein- und Zweifamilienhäuser fallen generell nicht unter "Großanlagen" unabhängig vom Speicher- und Rohrleitungsvolumen. Kommt es in der "Großanlage" zu einer Verneblung des Warmwassers - z. B. durch Dusche oder Badewannenbrause - ist in der Regel in Wohngebäuden aller 3 Jahre eine Untersuchung auf Legionellen durchzuführen. Die Erstbeprobung musste bis zum 31.12.2013 erfolgen. 

Die systemische Untersuchung erfolgt an folgenden Stellen:

  • Austritt am Warmwasserspeicher
  • im Rücklauf der Zirkulationsleitung, vor der Pumpe und dem Wiedereintritt in den Warmwasserspeicher
  • an jedem Ende eines jeden Warmwasserstranges.

Für die Probenahmestellen am Speicher müssen spezielle Probenahmeventile installiert sein, die thermisch desinfiziert werden können. Die Probenahmen am Ende des jeweiligen Stranges erfolgen in der Regel an den Zapfstellen der betreffenden Wohnungen. In Wohnanlagen mit sehr vielen Steigsträngen kann aus Kostengründen die Festlegung der Probenahmestellen durch hygienisch-technisch kompetentes Personal (z. B. technische Inspektionsstellen, Fachplaner oder Installateurbetriebe mit nachgewiesener Qualifikation) getroffen werden. Primär sind die Bereiche zu berücksichtigen, in denen das Wasser zum Duschen entnommen wird (siehe hierzu auch Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 23.08.2012).

Die Proben müssen am gleichen Tag genommen und in das Labor übersandt werden. Ist die Beprobung aller Stränge an einem Tag nicht möglich, so ist bei dem Nachtermin der Warmwasserspeicher nochmals zu beproben.

Die Untersuchung der Proben auf Legionellen muss in einem zugelassenen und vom jeweiligen Bundesland gelisteten Labor analysiert werden. Bei einer Überschreitung des technischen Maßnahmewertes von 100 KBE/ml (KBE = koloniebildende Einheiten) ist eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erforderlich. Zusätzlich ist eine Gefährdungsanalyse zu erstellen (siehe auch Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 14.12.2012) und gegebenenfalls eine Sanierung des Warmwassersystems vorzunehmen. Die Nutzer sind über die jeweiligen Untersuchungsergebnisse zu unterrichten.

Welche Leistungen bietet aqua calor in diesem Bereich an?

  • Anlagendokumentation
  • Terminabstimmung der Probenahmen mit den betroffenen Mietern
  • Probenahme durch zertifiziertes Personal
  • Zuführung der Proben an das Labor
  • Information des Auftraggebers (optional auch der Mieter) über das Ergebnis

Noch Fragen? Rufen Sie uns an!

Copyright
©  aqua calor GmbH 2017
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail